Die Kingsbridge-Saga · Band II
Die Tore
der Welt
„World Without End“ — eine Chronik aus dem Schatten der Kathedrale von Kingsbridge
Historischer Roman · 2007 · rund 1290 Seiten
Vorspann
Auf einen Blick
Zweihundert Jahre nachdem die große Kathedrale von Kingsbridge errichtet wurde, kehrt Ken Follett in dieselbe Stadt zurück. Der Roman erzählt von einer neuen Generation — Baumeistern, Heilerinnen, Rittern und Bauern —, deren Leben sich im Schatten desselben Gotteshauses verknotet, während England auf seine dunkelste Stunde zutreibt: den Schwarzen Tod.
Aus einem Kindheitsgeheimnis und vier Lebenswegen webt Follett ein Panorama des 14. Jahrhunderts — von Liebe und Ehrgeiz bis zu Glaube, Wissenschaft und Macht.
Erster TeilSchauplatz & Zeit
Kingsbridge ist eine erfundene Kathedralenstadt im Westen Englands — Bühne für Aufstieg und Niedergang einer ganzen Generation. Das Spätmittelalter ist eine Welt strenger Stände, allgegenwärtiger Kirchenmacht, gezeichnet von Missernten und Krieg.
Follett spiegelt die große Geschichte Englands stets im Privaten: Politik, Pest und Krieg werden in einer einzigen Stadt greifbar.
Zweiter TeilDie vier Schicksale
Aus den vier Kindern jenes Allerheiligentages werden die Protagonisten — und Gegenspieler — eines halben Jahrhunderts.
Merthin
Der BaumeisterEin genialer Zimmermann und Architekt, der eine Brücke und den höchsten Turm Englands erträumt — und Caris liebt.
Caris
Die HeilerinKaufmannstochter, später Nonne und Priorin. Sie stellt Vernunft und Sauberkeit gegen Dogma und Aberglauben.
Ralph
Der RitterMerthins Bruder — ehrgeizig und grausam. Im Krieg und in der Lehnsherrschaft lebt er seine Gewalt aus.
Gwenda
Die BäuerinAus bitterer Armut geboren, kämpft sie zäh um Land, Liebe und die Würde ihrer Familie.
Dritter TeilDas Geheimnis im Wald
An Allerheiligen 1327 fliehen Merthin, Caris, Ralph und Gwenda in den Wald — und werden Zeugen, wie ein fremder Ritter zwei Männer tötet und einen geheimen Brief vergräbt. Das verschollene Schreiben rührt an den Sturz König Eduards II. und die Intrigen der Königin Isabella.
Jahrzehntelang wirkt dieses Geheimnis im Verborgenen fort: Es schützt manche, bedroht andere und verstrickt die vier Schicksale immer enger ineinander.
Vierter TeilThemen & Konflikte
Fortschritt & Aberglaube
Merthins Ingenieurskunst und Caris’ Heilkunst trotzen einer Kirche, die Neugier für Ketzerei hält.
Liebe & Ehrgeiz
Caris und Merthin lieben sich über Jahrzehnte — doch Berufung, Stolz und Pflicht treiben sie auseinander.
Macht & Missbrauch
Korrupte Prioren, brutale Lehnsherren: Wer herrscht über Kingsbridge — und mit welchem Recht?
Brücke & Turm
Bauwerke als Sinnbild — was Menschen errichten, überdauert ihre Fehden und ihren Tod.
Fünfter TeilDer Schwarze Tod
1348 erreicht die Pest Kingsbridge — das dunkle Herz des Romans. Sie rafft Familien dahin, entlarvt die Ohnmacht der kirchlichen Medizin und verschiebt die Machtverhältnisse für immer.
Wo Arbeitskräfte fehlen, gewinnen Bauern wie Gwenda neue Freiheit. Wo alte Autoritäten versagen, setzt Caris auf Beobachtung, Sauberkeit und Mitgefühl. Aus der Katastrophe wächst der Keim einer neuen Welt.
Kolophon
Bedeutung & Fazit
›Die Tore der Welt‹ verwebt Liebe, Ehrgeiz und Wissenschaft zu einem Panorama des 14. Jahrhunderts. Follett erzählt Geschichte von unten — durch Menschen, die bauen, heilen, herrschen und überleben.
„…as it was in the beginning, is now, and ever shall be: world without end.“ Quelle des Originaltitels