Ken Follett — Die Tore der Welt Titelei

Die Kingsbridge-Saga · Band II

Die Tore
der Welt

„World Without End“ — eine Chronik aus dem Schatten der Kathedrale von Kingsbridge

Historischer Roman · 2007 · rund 1290 Seiten

Vorspann

Auf einen Blick

Zweihundert Jahre nachdem die große Kathedrale von Kingsbridge errichtet wurde, kehrt Ken Follett in dieselbe Stadt zurück. Der Roman erzählt von einer neuen Generation — Baumeistern, Heilerinnen, Rittern und Bauern —, deren Leben sich im Schatten desselben Gotteshauses verknotet, während England auf seine dunkelste Stunde zutreibt: den Schwarzen Tod.

Aus einem Kindheitsgeheimnis und vier Lebenswegen webt Follett ein Panorama des 14. Jahrhunderts — von Liebe und Ehrgeiz bis zu Glaube, Wissenschaft und Macht.

Erster TeilSchauplatz & Zeit

Kingsbridge ist eine erfundene Kathedralenstadt im Westen Englands — Bühne für Aufstieg und Niedergang einer ganzen Generation. Das Spätmittelalter ist eine Welt strenger Stände, allgegenwärtiger Kirchenmacht, gezeichnet von Missernten und Krieg.

Follett spiegelt die große Geschichte Englands stets im Privaten: Politik, Pest und Krieg werden in einer einzigen Stadt greifbar.

1327Allerheiligen: Vier Kinder werden im Wald Zeugen eines tödlichen Kampfes.
1337Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich beginnt.
1346Schlacht von Crécy — Ralph macht sich als Soldat einen Namen.
1348Der Schwarze Tod erreicht England und entvölkert Kingsbridge.
1361Eine zweite Pestwelle — eine neue gesellschaftliche Ordnung setzt sich durch.

Zweiter TeilDie vier Schicksale

Aus den vier Kindern jenes Allerheiligentages werden die Protagonisten — und Gegenspieler — eines halben Jahrhunderts.

Merthin

Der Baumeister

Ein genialer Zimmermann und Architekt, der eine Brücke und den höchsten Turm Englands erträumt — und Caris liebt.

Caris

Die Heilerin

Kaufmannstochter, später Nonne und Priorin. Sie stellt Vernunft und Sauberkeit gegen Dogma und Aberglauben.

Ralph

Der Ritter

Merthins Bruder — ehrgeizig und grausam. Im Krieg und in der Lehnsherrschaft lebt er seine Gewalt aus.

Gwenda

Die Bäuerin

Aus bitterer Armut geboren, kämpft sie zäh um Land, Liebe und die Würde ihrer Familie.

Dritter TeilDas Geheimnis im Wald

An Allerheiligen 1327 fliehen Merthin, Caris, Ralph und Gwenda in den Wald — und werden Zeugen, wie ein fremder Ritter zwei Männer tötet und einen geheimen Brief vergräbt. Das verschollene Schreiben rührt an den Sturz König Eduards II. und die Intrigen der Königin Isabella.

Jahrzehntelang wirkt dieses Geheimnis im Verborgenen fort: Es schützt manche, bedroht andere und verstrickt die vier Schicksale immer enger ineinander.

Vierter TeilThemen & Konflikte

Fortschritt & Aberglaube

Merthins Ingenieurskunst und Caris’ Heilkunst trotzen einer Kirche, die Neugier für Ketzerei hält.

Liebe & Ehrgeiz

Caris und Merthin lieben sich über Jahrzehnte — doch Berufung, Stolz und Pflicht treiben sie auseinander.

Macht & Missbrauch

Korrupte Prioren, brutale Lehnsherren: Wer herrscht über Kingsbridge — und mit welchem Recht?

Brücke & Turm

Bauwerke als Sinnbild — was Menschen errichten, überdauert ihre Fehden und ihren Tod.

Fünfter TeilDer Schwarze Tod

1348 erreicht die Pest Kingsbridge — das dunkle Herz des Romans. Sie rafft Familien dahin, entlarvt die Ohnmacht der kirchlichen Medizin und verschiebt die Machtverhältnisse für immer.

Wo Arbeitskräfte fehlen, gewinnen Bauern wie Gwenda neue Freiheit. Wo alte Autoritäten versagen, setzt Caris auf Beobachtung, Sauberkeit und Mitgefühl. Aus der Katastrophe wächst der Keim einer neuen Welt.

Kolophon

Bedeutung & Fazit

›Die Tore der Welt‹ verwebt Liebe, Ehrgeiz und Wissenschaft zu einem Panorama des 14. Jahrhunderts. Follett erzählt Geschichte von unten — durch Menschen, die bauen, heilen, herrschen und überleben.

„…as it was in the beginning, is now, and ever shall be: world without end.“ Quelle des Originaltitels